Eine Abendandacht im Sinne von Taizé

Freitag Abend, 19 Uhr in der Kirche von St. Martin. Es ist eingeladen zu einer Taizé-Andacht.

Begrüßung

Am Ende eines Tages, am Ende einer langen Woche sind wir hier versammelt, um zu singen und zu beten.
Wir wollen dies nach der Ordnung der ökumenischen Communität in Taizé/Burgund in Frankreich tun. Schön, dass wir dies heute auch ökumenisch feiern dürfen. Die Initiative zu diesem Taizégebet hatten Michael und Lukas Kochalski hier aus St. Martin. Die Sänger, Instrumentalisten und Solisten aus den Chören von St. Martin, Liebfrauen Lindenau, Böhlitz-Ehrenberg und der evangelischen Pauluskirchgemeinde trugen den Abend musikalisch. Wir danken allen, die diesen Abend musikalisch und organisatorisch vorbereitet haben, danken fürs Schmücken der Kirche und alle Vorbereitungen in Saal und Küche.

Die Kollekte am Ausgang sammeln wir für den Verein “Abugida”, der Straßenkindern in Äthiopien eine Schulausbildung ermöglicht. Den Vorsitz haben Michaela Fitzl und Benjamin Gallin, Fragen zum Projekt sind sicher möglich.
Im Anschluss sind alle in den Saal von St. Martin eingeladen, den Abend in Gemeinschaft ausklingen zu lassen. Danke an alle, die für das leibliche Wohl gesorgt haben.

Und nun wollen wir singen und beten. Wir dürfen vor Gott so da sein, wie wir sind, mit allem, was wir aus dieser Woche mitbringen. Dürfen Gott im Gebet hinhalten, was uns bewegt:
alle offenen oder schwelenden Konflikte, aktuell die Opfer der Gewalt in Neuseeland, alle Sorgen um uns selbst und um andere, die wir mittragen und an die wir denken, und alle Freude und alle Dankbarkeit, die in uns ist. Ich wünsche uns einen gesegneten Abend und ein gutes Einschwingen in die Musik, ein Fallenlassen dürfen in die Gesänge im Vertrauen auf die Gegenwart unseres liebenden Gottes.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.
Amen.

Psalm 25

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.
Auf dich vertraue ich, laß mich nicht scheitern.
Wer auf dich hofft, wird nicht enttäuscht;
enttäuscht wird nur, wer dir die Treue bricht.

Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deine Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.

Auf dich, Herr, hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen
und an die Taten deiner Liebe;
sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine früheren Sünden,
sondern denk voll Zuneigung an mich.

Gut und gerecht ist der Herr,
er weist die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Geringen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seine Wege.

Lesung, Matthäus 6,6.16-18

Jesus sagte: Geh in dein Zimmer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, das du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Fürbitten

Für alle Opfer von Krieg und Gewalt, bitten wir dich.
Für alle, die durch die Zwänge und Härten des Lebens verletzt werden.
Für alle, die mit ihrer Gebrechlichkeit oder Krankheit allein gelassen werden.
Für alle, die ihre Kraft einsetzen, um Frieden zu stiften, Gerechtigkeit aufzubauen und Leiden zu lindern.

Christus, du bist für uns gestorben und auferstanden, damit uns nichts mehr von der Liebe Gottes trennen kann.

Gebet

Auferstandener Christus, mit dir gehen wir vom Schatten zum Licht. Unser Leben öffnet sich für den Heiligen Geist. Er kommt und entfaltet in uns, was wir nicht einmal zu hoffen wagten.