Kurzbericht des PGR vom 28.1.2019

Am 28. Januar tagte der PGR vollzählig, dazu waren drei Gäste geladen.

Wichtigster Punkt war uns die Diskussion über einen Elternbrief. In diesem Brief bekunden mehrere Eltern von Kindern, welche zum Religionsunterricht gehen, dass sie sich Sorgen über die Perspektive von
Frau Gisela Schörnig in unserer Gemeinde machen. Es ging darum, wie sehr die Eltern die Arbeit von Frau Schöring wertschätzen und dass so ein Engagement auch in sicherer Art bezahlt werden muss. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass Frau Schörnig in Zukunft eine Anstellung in der Gemeinde Liebfrauen mit 20 Wochenstunden und der Gemeinde St. Martin mit 10 Wochenstunden, bezahlt vom Bistum, erhalten soll. Die Steuerungsgruppe wird mit einer persönlichen Vorsprache im Ordinariat der Causa Nachdruck verleihen.

Im nächsten Punkt wurde festgelegt, dass sich eine Arbeitsgruppe mit der Liturgie der Kar- und Ostertage in unserer Gemeinde auseinander setzten wird. Es haben sich Falk Hamann, Dr. Kai-Uwe Socha, Pfarrer Thomas Bohne und Gisela Schörnig bereit erklärt. Wer gern mitarbeiten möchte, melde sich bitte bei Herrn Dr. Socha.

Und nun etwas Praktisches.
Am Samstag, dem 16. März, in der Zeit von 9-14 Uhr, planen wir Teil 2 unserer Aufräumaktion auf dem Dachboden unseres Pfarrhauses. Es wäre schön, wenn sich fleißige Helfer melden.

Am Freitag, dem 01. Februar, fand in St. Martin ein Informationsabend statt. Es wurde das Vorhaben der syrisch-orthodoxen Gemeinde für den Neubau einer Kirche auf dem Gelände von St. Martin erläutert.
Dieser Abend gliederte sich zunächst in eine Information über die Vertreibung der syrischen Christen aus ihrer Heimat und ihren Kirchen. Und nun der Wunsch eine eigene Kirche hier in Deutschland zu bauen und schließlich sogar einen eigenen Priester zu haben.
Danach gab es eine kontroverse Diskussion: Die Meinung eines Kirchenratsvertreters aus St. Martin war, das man doch nicht einfach Gelände verschenken könne, ein Anderer erinnerte daran, dass wir als Christen den biblischen Auftrag zum Teilen haben. Es wurden auch Befürchtungen geäußert, dass Ausländerhass sich vor den Toren von St. Martin abladen könnte. Die wichtigste Aussage nach meinem Empfinden war die Feststellung einer jungen syrischen Frau: „ Wir werden keine Kirche bauen wollen, wenn es diese Gemeinde spaltet“. Es war ein Abend, an dem noch keine Entscheidung gefallen ist! Die Auseinandersetzung mit diesem Thema muss aber unbedingt weiter gehen!

Gestern Abend war Fasching in Grünau. Eigentlich wollte ich deshalb den Kurzbericht in Reimen vortragen, aber dafür waren die Themen zu ernst.

Bleibt mir das Schlusswort:
Haben Sie Geduld und leihen Sie mir Ihr Ohr.
Es kommt bestimmt so schnell nicht wieder vor.

Gemeindeleben soll uns erbauen
und froh solln wir in die Zukunft schauen.

Doch leider liegt es nicht nur in unserer Hand,
Probleme kommen – wir brauchen Verstand.

Wir müssen lernen, dass Große zu sehen,
sonst kracht es und wir können nicht verstehen.

Die Nöte der Welt klopfen an unserer Tür,
das ist nicht bequem und wir fragen wofür?

Wir müssen abwägen und überlegen,
was ist für uns gut und worauf liegt Segen?

Lassen Sie uns also Argumente austauschen
und immer schön auf den Anderen lauschen.

Für Ihre Geduld nach dem langen Bericht
bedanke ich mich, doch nun ist Schicht.

Kommen Sie gut nach Hause nun
und braten Sie Ihr Sonntagshuhn!

Thomas Leonhardt